WASCHMASCHINENFILTER

Mikroplastik

Sauberes Abwasser direkt an der Quelle: Waschmaschinenfilter gegen Mikroplastik

Während Mikrofaser-Waschbeutel und Waschkugeln direkt in der Trommel ansetzen, geht der Waschmaschinenfilter noch einen Schritt weiter: Er stoppt synthetische Mikrofasern direkt am Abwasserschlauch, bevor sie überhaupt in die Kanalisation gelangen können.

Damit sind externe und integrierte Waschmaschinenfilter eine der effektivsten technischen Lösungen, um den Eintrag von Plastikpartikeln aus Kleidung nachhaltig zu reduzieren. Auf www.mikroplastik.de erfährst du, wie diese Filter funktionieren, welche Systeme es gibt und was du beim Einbau beachten solltest.

Wie funktioniert ein Mikroplastik-Waschmaschinenfilter?

Ein Waschmaschinenfilter wird zwischen dem Abwasserschlauch der Maschine und dem Wandabfluss installiert. Wenn das Abwasser abgepumpt wird, strömt es durch eine feine Filterkartusche im Inneren des Gehäuses.

  • Effektiver Rückhalt: Die Poren der Filterkartuschen sind so fein bemessen, dass sie Faserabrieb im Mikrometerbereich zuverlässig auffangen.
  • Hohe Filterquote: Je nach Hersteller und System halten moderne Filter bis zu 90 % der feinen Mikroplastik-Fasern zurück.
  • Kein Einfluss auf die Wäsche: Da der Filter außerhalb der Trommel sitzt, beeinflusst er den eigentlichen Waschvorgang nicht und eignet sich für jede Art von Wäsche.

Welche Filtersysteme gibt es?

1. Externe Nachrüst-Filter (für vorhandene Waschmaschinen)

Diese Filter lassen sich an nahezu jede bestehende Waschmaschine anschließen. Sie werden meist mit einer Wandhalterung neben oder über der Maschine montiert und mit dem Abwasserschlauch verbunden.

  • Beispiele: Systeme von Herstellern wie PlanetCare, AEG/Electrolux oder Grundig.
  • Funktionsweise: Das Abwasser fließt durch eine Wechselkartusche. Ist die Kartusche voll, wird sie gereinigt oder im Rahmen von Hersteller-Rücknahmesystemen ausgetauscht.

2. Integrierte Filter (in Neugeräten)

Immer mehr Waschmaschinenhersteller verbauen Mikroplastikfilter bereits ab Werk im Gerät. Das Abwasser wird dabei automatisch vor dem Abpumpen gefiltert, und das Gerät zeigt auf dem Display an, wann der Filter gereinigt werden muss.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

VorteileHerausforderungen
Höchste Filterquote aller HaushaltslösungenEinmalige Anschaffungskosten & Platzbedarf
schützt das Abwasser bei jedem WaschgangKartuschen müssen regelmäßig gereinigt/gewechselt werden
Funktioniert vollautomatisch ohne Einsacken der WäscheBei Nachrüstfiltern ist eine einfache Installation nötig

Wichtige Hinweise für Pflege & Entsorgung

  1. Richtig entsorgen: Die im Filter gesammelten Faserreste dürfen niemals unter fließendem Wasser abgespült werden. Entnehme die Faser-Rückstände trocken (z. B. mit einem Papiertuch) und entsorge sie ausschließlich im Restmüll.
  2. Kreislaufsysteme nutzen: Einige Hersteller bieten Abonnement- und Rücknahmesysteme für gebrauchte Filterkartuschen an. Die Kartuschen werden eingesendet, professionell gereinigt und wiederverwendet.
  3. Regelmäßig kontrollieren: Damit der Abfluss nicht blockiert und die Waschmaschine problemlos abpumpt, sollte die Filteranzeige bzw. der Füllstand regelmäßig überprüft werden.

Weitere Ratgeber für nachhaltiges Waschen auf www.mikroplastik.de:

Du suchst nach flexiblen Alternativen ohne Festinstallation oder möchtest deinen ökologischen Fußabdruck beim Waschen weiter reduzieren? Besuche unsere Spezial-Unterseiten zu Waschbeuteln & Waschkugeln, mikroplastikfreien Waschmitteln sowie Textilien & Bekleidung.