DAS PROBLEM


Mikroplastik

Mikroplastik

Mikroplastik wird in zunehmenden Maße in Meeren, Seen, Nahrungsmitteln und auch der Luft nachgewiesen. Als Mikroplastik werden Plastikstücke bezeichnet, deren größte Abmessung kleiner als 5mm ist. In den Gewässern werden die Plastikpartikel von Tieren aufgenommen, denn diese verwechseln die kleinen Plastikpartikel mit ihrem natürlichen Futter. Zunehmend wird Mikroplastik von Forschern in Mägen und Kot von Meerestieren nachgewiesen. Studien haben bereits negative Auswirkungen des Mikroplastiks auf Wattwürmer und andere Tiere gezeigt. Ursache sind chemische Stoffe, die Mikroplastik in den Tieren freisetzt. Denn neben den enthaltenen schädlichen Stoffen des Mikroplastiks, wie das hormonell wirksame Bisphenol A oder verschiedene krebserregende Additive, reichern sich zusätzlich im Wasser befindliche Chemikalien wie DDT oder PCB im Mikroplastik an. Am Ende der Nahrungskette kann der Mensch das Mikroplastik über seine Nahrung aufnehmen.

Zunehmend setzt sich für das Thema Mikroplastik die Bezeichnung “Primäres” und “Sekundäres” Mikroplastik durch.

Alle “primären” Partikel werden bereits als Mikroplastik produziert.

“Sekundäre” Teilchen entstehen durch den Zerfallsprozess von größeren Plastikteilen in der Umwelt.

Somit sind – nach heutigem Forschungsstand – in erster Linie folgende Formen von Mikroplastik in der Umwelt anzutreffen:

1. Plastikpartikel, die in Kosmetikartikeln wie Pflegeprodukten enthalten sind und über das Haushaltsabwasser in die Umwelt gelangen. Die Filter der meisten Klärwerke können sie nicht aus dem Wasser filtern. (Primäres Mikroplastik)

2. Zu einem industriellen Zweck hergestellte Mikroplastik-Kugeln. Diese werden in verschiedenen Industrien zu technischen Zwecken eingesetzt. Zum Beispiel bei Abstrahlen von Elementen. Auch im Schiffsbau  werden dise in der Nähe von Wasser eingesetzt. Viele Plastikpellets gehen auch auf dem Weg zur Verarbeitung verloren und in die Abwässer. (Primäres Mikroplastik)

3. Eine weitere Form von Mikroplastik sind Plastikfasern aus Kleidungsstücken. Die hauptsächlichen Quellen sind Fleece und Funktionskleidung. Bei einem einzigen Waschgang können sich nicht weniger als 1.900 Teile aus einem Kleidungsteil lösen und in die Abwässer geraten. Die Filter von Waschmaschinen und der meisten Klärwerke können sie nicht aus dem Wasser filtern. (Primäres Mikroplastik)

4. Auch Bruchstücke, die sich von größeren Plastikobjekten im Meer abgelöst haben, gehören in die Gruppe des Mikroplastik im Meer. Dies sind Mikroplastikstücke, die durch Witterung und mechanische Einwirkungen von größeren Plastik-Objekten abgerieben worden sind und zu mikroskopisch kleiner Größe geschrumpft sind (Sekundäres Mikroplastik).

Eine Größeneinteilung der verschiedenen Mikroplastik Partikel kann folgendermaßen festgelegt werden:

>25mm Makroplastik

5-25mm Mesoplastik

1-5mm L-MPP (large Microplastic-Particle)

<1mm S-MPP (small Microplastic Particle)