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Grundsätzlich wird Mikroplastik in primäres und sekundäres Mikroplastik unterteilt. Primäres Mikroplastik wird bereits in kleinster Größe hergestellt und gelangt über die Abwässer in die Meere, Seen und Flüsse. Primäres Mikroplastik entstammt aus diversen Quellen. Es ist in Kosmetika enthalten, entsteht durch den Abrieb von Reifen, wird als Schleifmittel in der Industrie eingesetzt oder wird von Kleidung innerhalb von Waschgängen freigesetzt.
Bei einem einzigen Waschgang werden zum Beispiel von einer einzigen Fleece-Jacke bis zu  einer Million Fasern freigesetzt. Laut einer aktuellen EU-Studie spülen allein Europas Waschmaschinen jährlich rund 30.000 Tonnen Synthetikfasern ins Abwasser und ein Teil davon fließt weiter ins Meer.
Einen etwa gleichgroßen Einfluss auf den direkten Eintrag von Mikroplastik im Meer hat der Straßenverkehr. Der Abrieb von Reifen und Fahrbahnmarkierung geht in die Luft und wird durch Winde und Flüsse anschließend in die Meere getragen.
Dies sind die wichtigsten Quellen für primäres Mikroplastik:

Infografik Woher kommt das Mikroplastik in den Weltmeeren DEU

Sekundäres Mikroplastik entsteht dagegen durch den Zerfall von größeren Plastikteilen in Gewässern. Ca. 13 Millionen Tonnen Plastik gelangen jedes Jahr global in die Meere und zerfallen zu einem Großteil zu Mikroplastik. Ohne Trendwende beim Umgang mit Kunststoffen könnten in einigen Jahrzehnten mehr Plastikteilchen in den Meeren schwimmen als Fische.
Miesmuscheln, Wattwürmer und Fische nehmen die kleinsten Plastikteilchen, die nach und nach auch zu Mikroplastik werden, auf. So reichern sich die Kunststoffe auch in den Lebewesen und der Nahrungskette an. Studien zeigten bereits Auswirkungen auf verschiedene Meerestiere, wie verringertes Fortpflanzungs-, Wachstums- und Bewegungsverhalten, Entzündungen und erhöhte Sterberaten.
In welchem Umfang genau Schadstoffe von Plastik in die Umwelt oder in Körpergewebe übergehen und welche Auswirkungen dies genau hat, ist jedoch noch nicht abschließend geklärt. Erste Studien weisen auf Verhaltensänderung und andere negative Phänomene bei Meeresbewohnern nach dem Verzehr von Plastik hin.
Derzeit ist unvermeidbar, dass beim Verzehr von Fischen, Krusten und Schalentieren eine kleine Menge an Plastikpartikeln auch vom Menschen aufgenommen wird.

 Bildergebnis für woher stammt mikroplastik

Informationen zu Lösungen zum globalen Problem mit Mikroplastik gibt es hier.